Fertiggaragen aus Stahlbeton in der Produktionshalle
garagen-ratgeber

Die verschiedene Garagensysteme

Beton-Fertiggarage, Stahlblech-Garage, Carport oder gemauerte Garage? Die Auswahl an Fertiggaragen am Markt ist mittlerweile sehr groß. Einen minderwertigen Carport aus Nadelholz aus dem Baumarkt gibt es bereits für weit unter 1.000 Euro. Kaschierte bzw. verputzte Stahlblechsysteme sind vor allem äußerlich kaum noch von Stahlbeton-Garagen zu unterscheiden und sind bei den Einsteigermodellen im Preis bis zu 30 % günstiger. Dennoch ist der Preis bei der Garagenplanung nicht der entscheidende Faktor.

Stahlbetonboden einer Fertiggarage am geöffneten Tor
Der Baustoff im Vergleich

Fertiggarage aus Stahlbeton oder Stahlblech

Am Markt vorherrschende Garagen-Systeme sind aus Stahlbeton oder Stahlblech. Der Baustoff Stahlbeton ist von Haus aus nahezu unverwüstlich, und dennoch werden bei der individuellen Herstellung fast alle Sonderwünsche erfüllt. Stahlblech hat in Bezug auf Robustheit und Langlebigkeit gewisse Defizite. Auch dass die Stahlblech-Garage i. d. R. ohne Boden und mit Verstrebungen im Innenraum geliefert wird, kann zu Schwierigkeiten führen.

Was Stahlbeton aushält, zeigt der kurze Spot der Fachvereinigung Betonfertiggaragen e.V.

Die wichtigsten Argumente für eine Stahlbeton-Fertiggarage

  • Absolut variabel im Einsatz, z. B. als integrierte Garage, angebaute Garage oder freistehende Garage
  • Hervorragende Brandschutzaspekte
  • Langlebigkeit über Jahrzehnte
  • Problemloser und pünktlicher Aufbau
  • Mit Boden geliefert
  • Problemlose Entwässerung und Belüftung
  • Auch große Größen (Wohnmobil-Garagen) im Standardsortiment
  • Planungssicherheit: Kann überall aufgebaut werden (Küsten- und Bergregion)

Welche Garagen-Systeme gibt es?

  • Fertiggarage aus Stahlbeton
  • Fertiggarage aus Stahlblech
  • Carport, Carport halb geschlossen
  • Holzgaragen-Bausätze
  • Gemauerte Garagen
Im direkten Vergleich

Stahlbeton- und Stahlblechgarage – entscheiden Sie selbst

Vor dem Kauf werden eine Prüfung und Besichtigung empfohlen.

Vorteile einer Stahlbeton-Fertiggarage

Fertiggaragen aus Stahlbeton mit langer Lebensdauer

  • Stahlbeton als Verbundbaustoff besitzt eine hohe Tragfähigkeit und lange Lebensdauer
  • Innenraum ist mit einem wischfesten Farbanstrich versehen
  • Außenwände erhalten einen witterungsbeständigen Kunstharzedelputz
  • Garagentore, Torantriebe, Türen, Fenster und Elektropakete (Unterputz) können flexibel nach Kundenwunsch eingebaut werden
  • ca. 50 % Preisvorteil gegenüber einer gleichwertig gemauerten Garage
  • weiterer Preisvorteil durch Eigenleistung, z. B. beim Fundament
  • Festpreisgarantie
  • Ein Vertragspartner und lange Garantien (bis zu 5 Jahre)
  • kurze Bauzeit, Stahlbeton-Fertiggaragen können innerhalb einer Stunde aufgestellt werden
  • Fertigstellung unabhängig von der Witterung
  • größere Nutzfläche durch geringere Wandstärken als bei gemauerten Wänden
  • Stahlbeton-Fertiggaragen können wieder umgestellt werden

Garagensystem Stahlblechgaragen

Vor dem Kauf werden eine Prüfung und Besichtigung empfohlen

  • Dächer dürfen i. d. R. nicht betreten werden (Reinigung, Schneelast)
  • Korrosionsproblematik wegen Kondenswasser bei unverzinktem Stahlblech/Decken-Tropfwasser
  • Korrosionsproblematik bei Verletzung der Oberflächen oder salzhaltiger Luft (Küstenbereiche)
  • Es gibt Verstrebungen im Innenraum aus Gründen der Standsicherheit
  • Die Stahlblechgarage hat keinen Boden und wird auf den Untergrund (Stein, Erde) gesetzt
  • Eine Dichtigkeit wie bei einer Stahlbeton-Fertiggarage ist nicht gegeben
  • Dachgestaltung (aufgebaute Dächer, Begrünung, etc.) nur sehr eingeschränkt möglich
  • Keine Befestigung an den Garagenwänden möglich (zusätzliche Befestigungssysteme notwendig)
  • Keine Unterputz-Elektroinstallationen möglich
  • Außenliegender Regenwasser-Abfluss
  • Anfällig für Verwindungen (Windlast, unsachgemäße Montage, Transportschäden)
  • Keine Erdanschüttungen möglich
  • Gefahr von minderwertiger Qualität, gerade bei Lieferung aus Osteuropa
faq

Sie benötigen weitere Hilfestellungen?

ADM-Garagen hat für Sie fertiggaragen-FAQ mit vielen Fragen und Antworten aus der täglichen Praxis erstellt. Ein Garagen-Ratgeber zur planungsvorbereitenden Information sowie eine umfassende Bibliothek mit Bauzeichnungen aller Garagentypen stehen zum Download bereit.

Welche Schneelast muss eine Fertiggarage tragen können?

Für die Bundesrepublik Deutschland sind verschiedene Schnee- und Windlastzonen definiert, die bei einem Garagenbau berücksichtigt werden müssen. Unsere Garagenanlagen sind im freistehenden Bereich ausgelegt für eine Schneelast von 1,5 kN/m² – bei einigen Garagentypen können wir auf Wunsch die Dachlast auf 4,0 kN/m² erhöhen. Bei Fragen zu diesem Thema sprechen Sie bitte gern unsere Fachberater an.

Welches Problem mit Rost und Korrosion gibt es?

Bei Stahlbeton-Fertiggaragen gibt es keine Probleme mit Rost und Korrosion. Die eingebaute Bewehrung ist durch die Betonüberdeckung vor Korrosion geschützt. Die verbauten Stahlteile im Außenbereich sind durch Verzinkung oder Pulverbeschichtung geschützt.

Wozu wird ein Boden in der Garage benötigt?

Bei einer Stahlbetongarage dient der Boden als statisches Element, da die Garage nur auf 4 Punkten auf den Streifenfundamenten aufliegt. Der Boden einer Stahlbeton-Fertiggarage muss immer frei „hängen“ und darf nicht auf dem Planum aufliegen. Weiterhin dient der Boden als Schutz vor Ungeziefer und eindringendem Wasser.

Kann in ADM-Stahlbeton-Fertiggaragen für Befestigungen (z. B. leichte Wandregale oder Wandhalterungen) gebohrt werden?

Kurzantwort:

Bohrungen sind in ADM-Betonfertiggaragen grundsätzlich nur unter bestimmten Bedingungen zulässig. Sie dürfen ausschließlich fachgerecht und unter Beachtung der baulichen Gegebenheiten erfolgen.

Technische Hinweise und Einschränkungen:

Bohrungen in ADM-Betonfertiggaragen sind ausschließlich unter Beachtung der baulichen und statischen Gegebenheiten zulässig und dürfen nur fachgerecht ausgeführt werden.

Vor jeder Bohrung ist sicherzustellen, dass weder Bewehrung noch – sofern vorhanden – im Bauteil verlaufende elektrische Leitungen beschädigt werden. Hierzu ist eine geeignete zerstörungsfreie Ortung zur bestmöglichen Erkennung von Bewehrung und Leitungen durchzuführen.

In den Wänden sind Bohrungen ausschließlich für Befestigungen zulässig, sofern weder Bewehrung noch Leitungen betroffen sind und diese ausschließlich der Aufnahme leichter, üblicher Nutzlasten im privaten Gebrauch dienen. Es sind ausschließlich für Beton geeignete und zugelassene Befestigungssysteme zu verwenden.

Bohrungen in der Decke sind nicht zulässig, da diese ein tragendes und dichtendes Bauteil der Konstruktion darstellt und Eingriffe die Standsicherheit sowie die Dichtigkeit beeinträchtigen können.

Der Boden ist Bestandteil der tragenden und dichten Gesamtkonstruktion und grundsätzlich nicht für nachträgliche Bohrungen vorgesehen.

Es dürfen ausschließlich Bohrungen im reinen Drehbohrverfahren ohne Schlagfunktion ausgeführt werden.

Die Auswahl geeigneter Befestigungsmittel sowie die fachgerechte Planung und Ausführung der Arbeiten liegen ausschließlich in der Verantwortung des Ausführenden.

Abweichende Ausführungen bedürfen einer vorherigen technischen Prüfung sowie der ausdrücklichen Freigabe durch ADM. Diese erfolgt nach Aufwand und ist kostenpflichtig.

Bei unsachgemäßer Ausführung oder nicht bestimmungsgemäßen Eingriffen in die Bausubstanz können Beeinträchtigungen der Tragfähigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Dichtigkeit auftreten. Hierdurch können Gewährleistungs- und Haftungsansprüche ganz oder teilweise entfallen.